Der künftige hauptamtliche Magistrat der Stadt Hanau mit Oberbürgermeister Dr. Maximilian Bieri, Bürgermeisterin Isabelle Hemsley und Stadtrat Andreas Jäger hat die Dezernatsverteilung für die Amtszeit ab dem 1. Oktober vorgestellt. Die Struktur orientiert sich an bewährten Aufgabenfeldern, neue Akzente sollen gesetzt werden.
Bieri führt das Dezernat des Oberbürgermeisters, das zentrale Querschnittsaufgaben der Stadtverwaltung umfasst. Dazu gehören Personalamt, Öffentlichkeitsarbeit, Zentrale Verwaltung und Recht, Gleichstellungsbeauftragte und Revisionsamt. Als Kämmerer übernimmt er zudem den Fachbereich Finanzen und Beteiligungen sowie Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen sowie Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Umwelt. Neu ergänzt wird der Fachbereich „Stadtleben“, der ab Oktober Veranstaltungsbüro und städtische Feste, Seniorenbüro und Freiwilligenagentur, Sport, Standortmarketing, Stadtteilentwicklung und Tourismus bündelt. „Bei all diesen Aufgaben geht es darum, Begegnung zu ermöglichen, Menschen zusammenzubringen und Leben in der gesamten Stadt zu organisieren“, so Bieri. Er behält zudem die Verantwortung für die Klinikum Hanau GmbH sowie die Aufsichtsratsvorsitze in mehreren Tochterunternehmen.
Hemsley verantwortet im Dezernat 2 Digitalisierung, Sicherheit und Ordnung sowie Infrastruktur. Dazu gehören unter anderem Ordnungsamt, Hanau Bürgerservice, das Amt für Brand- und Bevölkerungsschutz und der Fachbereich Informationstechnologie; mit der Kreisfreiheit kam die untere Katastrophenschutzbehörde hinzu, ebenso das Frauenbüro und das Haus der Gesundheit. Die digitale Transformation soll weiter vorangetrieben werden; künftig wird ein Chief Digital Officer eingesetzt. Außerdem gehören der HIS-Eigenbetrieb sowie die Aufsichtsratsvorsitze der Hanauer Straßenbahn GmbH, der Hanauer Parkhaus GmbH und der Hanau Lokale Nahverkehrsorganisation GmbH zu ihrem Dezernat. „Bei der Infrastruktur geht es um die Frage: Wie läuft die Stadt? Wir wollen Verkehr und Infrastruktur bestmöglich und zukunftsorientiert gestalten“, sagt Hemsley. Ein Haus für Demokratie und Vielfalt wird als Stabsstelle geschaffen und soll Erinnerungsarbeit mit Engagement für Demokratie, Zusammenhalt und Vielfalt verbinden; es soll Ende 2026 baulich fertiggestellt und 2027 eröffnet werden.
Jäger übernimmt im Dezernat 3 die Bereiche Soziales, Bildung, Prävention, Demokratie und Vielfalt. Ihm sind der Fachbereich Soziale Dienste mit Sozialamt, Jugendamt und Amt für Wohnhilfen sowie das Jobcenter Hanau zugeordnet; hinzu kommen das Amt für Bildung sowie die Eigenbetriebe Hanau Kindertagesbetreuung und Hanau Immobilien- und Baumanagement (IBM). Eine Stabsstelle bildet das Haus für Demokratie und Vielfalt. Jäger betont, zunächst einen Überblick zu gewinnen und den Mitarbeitenden zuzuhören. Die Aufsichtsratsvorsitze der Brüder-Grimm-Berufsakademie Hanau GmbH und der Hanau Bäder GmbH gehören ebenfalls zu seinem Verantwortungsbereich. Die Stadt hält trotz Wechsel an der Spitze an ihrer schlanken Struktur fest und bleibt bei drei hauptamtlichen Dezernenten.
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