Ab dem 16. August zeigen die Städtischen Museen Hanau die Sonderausstellung Gehortet! Der Schatz vom Kinzigheimerhof im Museum Schloss Steinheim. Die Schau präsentiert restaurierte Bronzeartefakte aus der späten Bronzezeit, darunter Beile, Sicheln und weitere Objekte aus der Wende vom 10. zum 9. Jahrhundert vor Christus; erste Fundstücke wurden 2008 entdeckt, in den Folgejahren kamen weitere Funde sowie Ergebnisse aus zwei kleineren Grabungen hinzu. Der gesamte Fundkomplex liegt restauriert vor und kann erstmals vollständig präsentiert werden. Oberbürgermeister Claus Kaminsky betont, dass der Hortfund faszinierende Einblicke in das Leben der Menschen vor rund 3.000 Jahren bietet und zugleich zeigt, welch wertvolle Zeugnisse der Vergangenheit sich direkt vor der Haustür befinden. Die Ausstellung ordnet den Fund der Urnenfelderzeit (ca. 1300 bis 800 vor Christus) zu, einer Epoche mit aufwendig gearbeiteten Bronzeobjekten und dem damals verbreiteten Ritus der Brandbestattung. Der Fundort Kinzigheimerhof besitzt ebenfalls historische Bedeutung: Die Region verbindet vorgeschichtliche Spuren mit römischen Gutshöfen sowie mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Strukturen. Hortfunde wie der Kinzigheimerhof gelten als gezielt niedergelegte Objekte der Vorzeit; wissenschaftlich werden sie unterschiedlich interpretiert, etwa als Verstecke von Händlern oder Handwerkern, als Opfergaben oder als in Krisenzeiten verborgene Wertgegenstände. Vergleichbare Funde aus der Region Hanau sind in der Dauerausstellung des Museums Schloss Steinheim zu sehen. Die Eröffnung der Ausstellung ist am Freitag, 14. August, um 17.30 Uhr; Anmeldungen bis zum 11. August per E-Mail anmuseen@hanau.de sind erbeten. Die Ausstellung läuft bis zum 28. März 2027 und ist sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
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