ADAC: 68% sichere Zebrastreifen, 32% mangelhaft ⚠️🚸

ADAC Hessen-Thüringen hat 146 Zebrastreifen rund um Grundschulen in Hessen überprüft. Die gute Nachricht: 68 Prozent der Querungsstellen sind gut und sicher angelegt, besonders Beleuchtung und Beschilderung wurden positiv bewertet. Allerdings weisen 32 Prozent Mängel auf, die vor allem vor Grundschulen eine unterschätzte Gefahr darstellen: Sichtbeziehungen zwischen Fußgängern und Fahrzeugen werden nicht immer eingehalten, die Fahrbahnen sind zu breit oder es fehlen Mittelinseln und Aufstellflächen, sodass Streifen teils nicht mehr erkennbar sind. An 14 Prozent der Zebrastreifen ist die Sicht durch parkende Autos so eingeschränkt, dass Autofahrer Kinder nicht rechtzeitig sehen könnten; in Frankfurt lag dieser Anteil sogar bei 19 Prozent. ADAC-Verkehrsexperte Lukas Berkel fordert dort eine stärkere Kontrolle falsch geparkter Fahrzeuge sowie eine bessere Gestaltung der Querungsanlagen; kleine Maßnahmen wie Parkverbote, Sperrflächen, Mittelinseln und breitere Gehwege könnten viel bewirken. 20 Prozent der Zebrastreifen führen über sehr breite Fahrbahnen ohne schützende Mittelinseln; besonders viele Strecken in Hanau weisen Längen von über 8,50 Metern auf. Bei der Barrierefreiheit gibt es Verbesserungsbedarf: neun Zebrastreifen in Frankfurt Westend hatten keine abgesenkten Bordsteine, taktile Leitsysteme wurden nur an einem Viertel der Querungen gefunden. ADAC empfiehlt umsichtigen Umgang aller Verkehrsteilnehmer, Freihalten der Sichtbeziehungen und dass Kommunen für sichere Querungen sorgen, etwa freie Sichtachsen, angepasste Geschwindigkeit und kurze Querungswege. Die Prüfung erfolgte März bis Mai 2026 in Frankfurt, Kassel und Hanau. Weitere Informationen unter adac.de/hth-zebrastreifen.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.presseportal.de/pm/65936/6330015