Der Hanauer Jugendhilfeausschuss feiert sein 100-jähriges Bestehen. Das Reichsgesetz für Jugendwohlfahrt von 1926 leitete den Wandel von Armenpflege hin zu einem Recht auf Unterstützung, Förderung und Teilhabe junger Menschen ein. Beim Jubiläumsfest im Stadtteilzentrum Süd-Ost betonte Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri, dass es nicht nur um ein Gremium, sondern um ein Versprechen gehe, das Hanau von Beginn an mit Leben fülle: Der Ausschuss stehe seit 1926 dafür, dass Kinder und Jugendliche Unterstützung, Förderung und Teilhabe haben. Die Feierstunde zog Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, Partner sowie aktuelle und ehemalige Akteure der Jugendhilfe an; neben einer einleitenden Rede gab es Auftritte der Elisabeth-Schmitz-Schule, der Hanau City Breaker und Musik von Nicole Kropp, begleitet von einer 73 Seiten umfassenden Chronik über Entwicklungen und Meilensteine. Der Blick zurück reicht von Armuts- und Jugendarbeitslosigkeitsbekämpfung in den 1920er/30er Jahren über Gleichschaltung und Zwangssterilisationen in der NS-Zeit bis zum Neubeginn 1945, dem 1991 eingeführten Kinder- und Jugendhilfegesetz und dem Rechtsanspruch auf Kindergartenplätze 1996. Auch heutige Themen wie Ganztagsbetreuung, inklusives Jugendamt sowie die Unterstützung unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter 2015/2016, die Folgen der Corona-Pandemie und die Traumaarbeit nach dem Anschlag 2020 standen im Fokus. Bieri betonte: Wer in die Jugend investiert, baut an der Zukunft der Stadt. Heute übernimmt Hanau mit der Kreisfreiheit erneut Verantwortung, und der Jugendhilfeausschuss habe neue Aufgaben und Gestaltungsmöglichkeiten, wobei Politik, Verwaltung und freie Träger das Herzstück der Hanauer Jugendhilfe bilden. Pressekontakt: Thomas Nawrath.
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