Volha Hapeyeva erhält Brüder-Grimm-Preis 2026 🏆📚✨

Volha Hapeyeva ist mit dem Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau für Literatur 2026 ausgezeichnet worden. Die belarussisch geborene Lyrikerin, Essayistin, Übersetzerin und Linguistin wird für ihr Werk „Wörterbuch einer Nomadin“ geehrt, in dem sie die komplexen Verflechtungen von Sprache und Zugehörigkeit auslotet. Die Jury hebt hervor, wie Hapeyeva in literarischen Essays vermittelt, was es bedeutet, vom Ort der eigenen Herkunft abgeschnitten zu sein, und wie das Unterwegssein Halt geben kann; aus Bausteinen verschiedener Sprachen errichte sie ein „Haus aus Sprache“, das auf dem Fundament eines Europas stehe, das sich seiner Möglichkeiten und Versäumnisse bewusst sei, und zeige, wie Sprache kritisches Denken fördern und zugleich zu einem Zufluchtsort werden könne. Hapeyeva lebt und arbeitet in Österreich und Deutschland und schreibt seit 2020 auf Deutsch; ihr literarisches Werk wurde bereits mit Auszeichnungen wie dem Wortmeldungen-Literaturpreis 2022, dem Rotahorn-Preis 2021 und dem manuskripte-Preis 2025 gewürdigt. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird am Montag, 16. November, um 20 Uhr im Lesecafé des Kulturforums Hanau durch Oberbürgermeister Maximilian Bieri überreicht. Seit 1983 wird der Brüder-Grimm-Preis vergeben, erinnert an die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm und zeichnet herausragende deutsche Literatur aus Prosa, Lyrik oder Dramatik aus; die Jury setzte sich aus Anna Baar, Heiner Boehncke, John Kannamkulam, Beate Tröger und Frank Witzel zusammen, die Geschäftsführung lag bei Nicole Strohrmann. Pressekontakt: Dominik Kuhn.

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