Bezahlkarte in Hanau schränkt Teilhabe ein, Linke kritisieren ⚠️💬

Ab dem 1. Oktober führt Hanau eine Bezahlkarte für Menschen ein, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen. Luisa Gloser vom Kreissprecher:innerat der Hanauer Linken erklärt dazu: „Aus Sicht der Linken Hanau bedeutet das vor allem: Erwachsene können monatlich nur 50 Euro, Minderjährige sogar nur 10 Euro in bar abheben.“ Das Taschengeld-Limit schränkt laut Gloser die soziale Teilhabe stark ein: Kantinen, Schulausflüge oder Eis mit Freunden könnten oft nicht bezahlt werden; der Kauf gebrauchter Kleidung oder eines gebrauchten Fahrrads von privat sei häufig unmöglich; Überweisungen und Onlinezahlungen seien ausgeschlossen, Verträge oder Anwaltsgebühren blieben oft unerledigt.

Die Linke widerspricht der Stadt Hanau, die die Karte als Fortschritt bei Digitalisierung und Verwaltungsabläufen sieht. Für die Betroffenen bedeute sie jedoch vor allem mehr Einschränkungen und weniger Selbstbestimmung; je nachdem, wo die Karte eingesetzt wird, drohten Willkür und Schikanen. Gloser betont: „Sozialleistungen sind kein Kontrollinstrument. Menschen, die Schutz suchen, sollten selbst entscheiden können, wofür sie ihr Geld ausgeben – und nicht bevormundet werden.“ Die Linke fordert stattdessen soziale Sicherheit, Teilhabe und ein gutes Ankommen für alle.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.die-linke-hanau.de/medien/presseerklaerungen/detail-presse/news/bezahlkarte-in-hanau-linke-sieht-einschraenkung-statt-teilhabe/