Kohleausstieg vollzogen: Hanau liefert sichere, dekarbonisierte Wärme 🌍⚡️♻️

Vor der Heizsaison läuft das Gemeinschaftskraftwerk Hanau (GKH) der Stadtwerke Hanau und Mainova im 24-Stunden-Betrieb: Drei wasserstofffähige Gasmotoren erzeugen Fernwärme für rund 20.000 Haushalte in Hanau und Großkrotzenburg, gleichzeitig wird Strom ins Netz eingespeist. Auf dem Dach sowie an der Süd- und Westfassade des Kraftwerks produziert eine 240-kW-Photovoltaikanlage zusätzlichen Solarstrom. Oberbürgermeister Claus Kaminsky betont, dass der Kohleausstieg Realität geworden ist und die Wärmeversorgung künftig sicher und zukunftsfähig von den Stadtwerken getragen wird; der Umstieg von Kohle auf Gas senkt die CO2-Emissionen um 40 Prozent bzw. rund 45.000 Tonnen pro Jahr.

Stadtwerke-Geschäftsführerin Martina Butz ergänzt, man komme Stück für Stück dem Ziel näher, dekarbonisierte Wärme sicher und effizient zu liefern; neben der Kraft-Wärme-Kopplung produzieren Photovoltaikmodule Strom für den Eigenbedarf, der 10-Megawatt-PV-Park Hanaus und ein neues Umspannwerk der Tochter Hanau Netz runden das innovative Energiekonzept ab. Mainova-Vorstandsvorsitzender Michael Maxelon sieht in der Dekarbonisierung der Wärme eine der größten Herausforderungen der Energiewende und betont, dass das GKH Infrastruktur für die Wärmeversorgung von morgen schaffe und Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz vereine. Giehl hebt den hohen Wirkungsgrad von über 90 Prozent durch KWK hervor, betont die Wasserstofffähigkeit und sieht darin eine Grundlage für eine zukunftssichere Wärmeversorgung.

Hintergrund: 2021 gründeten Stadtwerke Hanau und Mainova die Gemeinschaftskraftwerk Hanau GmbH & Co. KG; das Herzstück sind drei wasserstofffähige Gasmotoren mit insgesamt 30 MW thermisch und 30 MW elektrisch. Engie Deutschland war Generalunternehmer des Baus. In Zukunft soll auch Abwärme aus einem benachbarten Rechenzentrum ins Energiekonzept eingebunden und, sofern verfügbar, grüner Wasserstoff genutzt werden.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.presse-service.de/meldung.aspx?ID=1227460