Hanau erinnert an Hans Martin, Ehrenbürger und langjährigen Oberbürgermeister, der 85 Jahre alt starb; der heutige Oberbürgermeister Claus Kaminsky bezeichnet ihn als einen der prägendsten Kommunalpolitiker der Stadt. Martin war von 1966 bis 1972 Bürgermeister, von 1972 bis 1984 sowie erneut von 1985 bis 1994 Oberbürgermeister. Seine Amtszeit fiel unter anderem mit der Hessischen Verwaltungs- und Gebietsreform von 1972/74 zusammen, was das Zusammenwachsen der Kernstadt mit Mittelbuchen, Großauheim inklusive Wolfgang, Klein-Auheim und Steinheim voranbrachte. Unter Martins Führung entstanden bedeutende Bildungs- und Kultureinrichtungen wie die Hohe Landesschule, die Otto-Hahn-Schule, die Ludwig-Geissler-Schule, die Kaufmännischen Schulen und die Heinrich-Heine-Grundschule; in der zweiten Amtsperiode wurden zudem Bürgerhäuser, die August-Schärttner-Halle und das Museum Schloss Steinheim realisiert. 1994 trat er auf eigenen Wunsch in den Ruhestand und wurde Ehrenbürger der Stadt. Danach engagierte er sich 15 Jahre lang ehrenamtlich als Vorsitzender der Martin-Luther-Stiftung. Hans Martin und seine Frau Marga starben 2016 und wurden auf dem Kesselstädter Friedhof beigesetzt. Kaminsky würdigte ihn als jemanden mit Weitsicht, Bescheidenheit und Gemeinsinn, der Hanau über seine Amtszeit hinaus geprägt habe; zehn Jahre nach seinem Tod bleibe sein Lebenswerk untrennbar mit der Stadt verbunden.
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