Der Main-Kinzig-Kreis hat den Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut in zwei Bienenständen in Hanau-Mittelbuchen amtlich festgestellt. Ein Sperrbezirk mit einem Kilometer Radius um die Herdorte wurde eingerichtet und umfasst Teile von Hanau-Mittelbuchen sowie Bruchköbel; alle Bienenhaltungen im Sperrbezirk unterliegen Sperrmaßnahmen, müssen begutachtet und beprobt werden. Die Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Faulbrut ist auf der Internetseite des Kreises einsehbar. Die Erreger-Sporen des Paenibacillus larvae sind extrem widerstandsfähig und können Jahrzehnte infektiös bleiben; Übertragung erfolgt unter anderem durch Verbringung von Völkern, Austausch von Material oder Räuberei. Innerhalb des Sperrgebiets ist das Infektionsrisiko hoch, dennoch sollten auch Imker außerhalb der Zone ihre Bestände aufmerksam beobachten und bei Verdacht sofort das Veterinäramt informieren. Typische Anzeichen sind dunkel verfärbte Zelldeckel, Schorfe in offenen Zellen sowie eine kaffeebraune Masse im Zellinneren; bei Unsicherheit hilft eine Futterkranzprobe. Die Faulbrut überträgt sich nicht auf den Menschen; Honig der betroffenen Völker ist unbedenklich. Beherbergungsstandorte sollten von allen Imkern im Kreis, insbesondere im Sperrbezirk, mit Standortangaben und Kontaktdaten gemeldet werden; Meldungen online über den Online-Antrag Registrierung Bienenhaltung oder per E-Mail an 39-ts@mkk.de; Nichtmeldung kann Bußgeld nach sich ziehen. Die Allgemeinverfügung ist unter dem Link des Main-Kinzig-Kreises abrufbar.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.mkk.de/aktuelles/pressemitteilungen_1/pressemitteilung_4105281.html