Der neu ausgehandelte Mietspiegel zwischen dem Hanauer Mieterbund und Haus und Grund sorgt bei Die Linke Hanau für Kritik. Jochen Dohn, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion, erklärt: Eine Erhöhung von 6,8 Prozent sei für Mieterinnen und Mieter keine bloße Korrektur in einer Tabelle, sondern bedeute ganz konkret höhere Wohnkosten in einer Zeit, in der auch Energie, Lebensmittel und andere Lebenshaltungskosten deutlich teurer geworden sind. Kritisch sehe die Linksfraktion vor allem, dass es sich weiterhin lediglich um einen einfachen Mietspiegel handele, der zwar Orientierung bieten könne, jedoch nicht die wissenschaftlichen Anforderungen eines qualifizierten Mietspiegels erfülle. Zudem blieben die Angaben zur Datengrundlage und zum konkreten Verfahren, mit dem Neuabschlüsse und Mietänderungen der vergangenen sechs Jahre ausgewertet wurden, weitgehend offen. Die Stadt Hanau müsse sich nicht darauf beschränken, steigende Mieten statistisch abzubilden; sie müsse politisch dafür sorgen, dass Wohnen bezahlbar bleibe. Dazu gehörten mehr sozialer Wohnungsbau, eine aktive Bodenpolitik und der Schutz bestehender Mietverhältnisse, mahnt Dohn.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.die-linke-hanau.de/medien/presseerklaerungen/detail-presse/news/die-linke-fordert-wirksamen-mieterschutz-und-einen-qualifizierten-mietspiegel/