Rund 1.000 Besucherinnen und Besucher erlebten Hessens erste Lange Nacht der Demokratie in Hanau, die am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit rund um die Wallonisch-Niederländische Kirche stattfand. Die von der Kathinka-Platzhoff-Stiftung initiierte Veranstaltung wurde gemeinsam mit dem entstehenden Haus für Demokratie und Vielfalt (HDV) der Stadt umgesetzt und verwandelte das Umfeld in einen lebendigen Ort des Austauschs, der Mitgestaltung und des demokratischen Lernens. Oberbürgermeister Maximilian Bieri betonte, dass Demokratie nicht selbstverständlich sei und dankte dafür, dass Hanau die Formatpremiere in Hessen ausgerichtet habe; er zeigte sich zuversichtlich, dass 2028 weitere Kommunen folgen könnten. Über sieben Stunden boten mehr als 30 kostenfreie Aktionen von über 25 Organisationen Gelegenheiten zum Mitmachen, von Auftritten der Neuen Philharmonie Frankfurt über das Theaterstück Finding Hessen bis zu Mitmachangeboten und Gesprächsformaten; ein Podiumsgespräch mit Bieri, dem Landtagsabgeordneten Heiko Kasseckert und Daniel von Hauff, Geschäftsführer der Kathinka-Platzhoff-Stiftung, thematisierte Bürgerbeteiligung und Vertrauen in demokratische Prozesse. Die Veranstaltung bildete zugleich den Höhepunkt der diesjährigen Interkulturellen Wochen in Hanau. Daniel von Hauff hob hervor, dass die Stiftung Räume für Begegnung schaffe und Demokratie dort lebendig werde, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Mit Blick auf die Eröffnung des HDV im Mai 2027 gab die Nacht einen Vorgeschmack auf künftige Arbeit: Räume für Austausch, Sichtbarkeit gesellschaftlicher Vielfalt und respektvollen Dialog zu schaffen. Die Schirmherrschaft des Hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein sowie die Unterstützung durch die Hessische Landeszentrale für politische Bildung unterstrichen die Bedeutung der Veranstaltung; eine Wiederholung des Formats in Hanau ist für 2028 vorgesehen.
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