Auf der Expo Real in München betont Hanau gemeinsam mit Frankfurt, Wiesbaden und Offenbach sowie dem Netzwerk Circle die Transformation des Wirtschaftsstandorts: Eine Absichtserklärung wurde unterzeichnet und die Initiative Kreislaufwirtschaft FrankfurtRheinMain gestartet, um die Region zur Modellregion für Kreislaufwirtschaft, zirkuläres Bauen und nachhaltige Immobilienentwicklung zu machen. Die dichte Siedlungs- und Wirtschaftsstruktur, kurze Wege zwischen Industrie, Forschung und Verbrauchern sowie vorhandene Infrastruktur bieten gute Voraussetzungen. Ziel ist, Unternehmen bei der Transformation zu unterstützen, Innovation und Wertschöpfung zu fördern und den Standort resilient und zukunftsfähig zu machen; später soll Kreislaufwirtschaft auch auf weitere Branchen ausgedehnt werden. Hanau wird als starker Industrie- und Materialtechnikstandort gesehen, der seit Jahrzehnten Rohstoffe zurückgewinnt, neue Materialien entwickelt und an Recycling, Ressourceneffizienz und nachhaltigen Produktionsverfahren arbeitet; als Praxisbeispiel wurde das Fraunhofer IWKS genannt.
Im Panel Zukunftsstandorte Rhein-Main positionierte OB Maximilian Bieri Hanau als Stadt, die wirtschaftlichen Wandel aktiv gestaltet. Von 2008 bis heute seien rund 340 Hektar Fläche nicht nur vermarktet, sondern gezielt zu neuen Wirtschaftsstandorten entwickelt worden; entscheidend seien frühe Klärungen, welche Nutzung langfristig passt, sowie das Zusammenbringen von Eigentümern, Investoren und Verwaltung. Konversion bedeute nicht automatisch Wohnungsbau, sondern könne neue Investitionen, Unternehmen und Arbeitsplätze ermöglichen. In Sachen Rechenzentren betonte Bieri, dass Hanau sich 2021 demokratisch für Ansiedlungen entschieden habe: Auf dem Gelände eines ehemaligen Atomhochbunkers entstand das erste deutsche Google-Cloud-Rechenzentrum, aktuell folgt der Data4-Campus auf dem ehemaligen US-Kasernengelände in Großauheim. Kommunen müssten früh eingebunden werden und Partner sorgfältig auswählen.
Wirtschaftliches Bauen und Sanieren stand ebenfalls im Fokus: Mirja Dorny von der Hanau GmbH sprach über bezahlbare Mieten, Fördermodelle und serielles Sanieren, etwa eines Hochhauses in der Karlsbader Straße, sowie über Gebäude-Performance, CO2-Einsparungen, Digitalisierung und Facility Management. Die HWG und die Hanau Marketing GmbH betonten Flächenknappheit und steigende Spitzenmieten im Rhein-Main-Gebiet und dass das Schwab-Areal dringend benötigte Potenziale eröffnen soll. Die Expo Real sei kompakt, habe dennoch gute Gespräche gebracht und den Namen Hanau in die Welt getragen.
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